Jede Fachkraft, die ihren Dienst antritt, ist damit auch Rückkehrer/in, denn alle Verträge sind von vornherein zeitlich befristet.
Die Rückkehr ist eine Balance zwischen Hoffnung und Illusion. Zunächst herrscht die Meinung vor, dass die Wiedereingliederung in das eigene Land, in Berufstätigkeit und in gewohnte soziale Verhältnisse nicht problematisch sein könne, da ja alles bestens bekannt sei.
Die zurückkehrende Person ist jedoch nicht mehr dieselbe. Ihre Auslandserfahrung hat sie geprägt und verändert. Im gleichen Maße hat sich das Land entwickelt. Die Familie sowie Freundinnen und Freunde haben ihr eigenes Leben weiter geführt.
Die Rückkehr ist eigentlich eine „Reintegration“, also ein Prozess der persönlichen, sozialen, kulturellen und beruflichen Wiedereingliederung. Die zurückgekehrte Fachkraft muss wieder seinen/ihren Platz finden und sich neu orientieren. Die Erfahrung zeigt, dass die Rückkehr häufig ein Neuanfang ist.
Die die Rückkehr wird unterschiedlich reflektiert und erlebt. Charakter und Persönlichkeit der rückkehrenden Fachkräfte beeinflussen die Einstellung zur Rückkehr und die Verarbeitung der möglicherweise auftretenden Schwierigkeiten. Dabei spielt es eine Rolle, ob und wie sich die Person vorbereitet, welche Gefühle mit der Rückkehr verbunden werden.
In einer Studienarbeit zur psychosozialen Situation von Rückkehrer/innen aus dem Entwicklungsdienst wurden folgende Bewältigungsstrategien dargestellt: (Steffens, 1998)
„Erst mal ankommen“
„Auf die Hinterbeine gestellt“
„Sofort wieder Rausgehen“
„Zurück in den alten Trott“
Vielleicht finden Sie sich in dem einen oder anderen Punkt wieder?
In einer Presserklärung charakterisierte Richard von Weizäcker Rückkehrer/innen als "eine Quelle der Information und Hilfe für eigenes Umdenken und eigenes Umstellen, für die wir keinen anderen gleichwertigen Ersatz haben."
Sie sind: