„… Das schwierigste an der Rückkehr war und ist die Arbeitslosigkeit.“ |
„Im Rückblick würde ich den damaligen Zustand der Arbeitslosigkeit als Zeit eines konstruktiven Aufgewühltseins und Innehaltens bezeichnen, in der sich für mich die Weichen für ein Leben zwischen den Welten stellten.“ AGEH-Rückkehrerin, Angola |
Die Suche nach einer Stelle kann schnell gehen – oder sich bis zu einem Jahr oder länger hinziehen. Laut der Rückkehrstudie der AGdD von 2006 lag die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit der Rückkehrer/innen bei 10 Monaten.
Wesentliche Merkmale, die die Dauer der Arbeitslosigkeit der befragten Rückkehrer/innen beeinflussten (Ergebnisse der Rückkehr-Studie 2006):
Alter | Ein höheres Alter bei der Rückkehr (>50 Jahre) bedingt tendenziell eine längere Arbeitslosigkeit; die kritische Altersmarke liegt bei 45 Jahren. |
Berufsgruppen | Für Berufsgruppen, die gerade nicht im Trend liegen, erfordert die Stellensuche etwas mehr Geduld. Laut der Studie von 2006 waren Betriebswirte, Geistes- und Sozialwissenschaftler und Agraringenieure im Durchschnitt etwas länger arbeitslos (11-12 Monate). |
Dauer des Entwicklungsdienstes | Ein längerer Auslandsaufenthalt (>36 Monate) erhöht das Risiko längerer Arbeitslosigkeit. |
Kinder | Rückkehrende Frauen mit Kindern sind im Durchschnitt 5 Monate länger arbeitslos als Frauen ohne Kinder (bei den männlichen Kollegen zeigt sich kein Unterschied zwischen Vätern und kinderlosen Männern), zusätzliche Belastung: Unterstützung der Reintegration der Familienangehörigen. |
Beginn der Arbeitsplatzsuche | Fachkräfte, die bereits vom Ausland aus einen Arbeitsplatz gesucht haben, sind i.R. kürzer arbeitslos |
Tipps: