Möglicherweise ist es interessant zu erfahren, wie heterogen sich die Gruppe der Rückkehrer/innen darstellt. Auskunft geben empirische Studien zur beruflichen und sozialen Reintegration ehemaliger Entwicklungshelfer/innen, die 1989 und 2006 vorgelegt worden sind.
- Für mehr als die Hälfte der Fachkräfte dauert der Entwicklungsdienst zwischen 2-3 Jahre. 19% arbeiten länger als 5 Jahre im Ausland.
- 1989 waren der medizinische Bereich, gefolgt von den Bereichen Lehrer/Pädagogen und Technik/Handwerk am stärksten vertreten.
- 2006 dominierte der sogenannte „grüne“ Bereich mit den Berufsgruppen aus Umwelt, Land- und Forstwirtschaft.
- Gleich stark vertreten waren die Berufsgruppen im medizinischen Bereich, kaufmännische Berufe/BWL/VWL/Verwaltung/Jura, sowie Technik/Handwerk und Naturwissenschaftler/Ingenieure.
- Die Zusammensetzung der Berufsgruppen spiegelt die veränderten Schwerpunktsetzungen im Entwicklungsdienst wider.
- Der Altersdurchschnitt der Fachkräfte ist deutlich gestiegen. Waren 1989 noch 44,5% der Entwicklungshelfer/innen jünger als 34 Jahre, sind im Jahr 2006 65% älter als 40.
- Der Frauenanteil unter den Fachkräften verdoppelte sich von 25,7% im Jahre 1989 auf 50,6% 2006.
- Die Hälfte der Fachkräfte sind bei der Ausreise verheiratet.
- 18,5% der alleinstehend ausgereisten Fachkräfte sind während des Auslandseinsatzes eine Partnerschaft eingegangen.
- 52,5% der Rückkehrer/innen haben Kinder, 65% mehr als ein Kind.
- vor der Ausreise waren 76% der Fachkräfte erwerbstätig, 71% davon mit unbefristeten Verträgen zu 75% in Vollzeit.
- 11% kamen aus dem Beamtenstatus, 75% waren Arbeiter/Angestellte und 14% Selbständige.
- Bei ihrer letzten beruflichen Tätigkeit vor der Ausreise arbeiteten: 36% der Fachkräfte im Öffentlicher Dienst, 33% bei Wirtschaftsunternehmen und 27% im Nonprofitsekor.
- 31% der Fachkräfte waren zu einem früheren Zeitpunkt im Entwicklungsdienst tätig, 53% hatten sonstige berufliche Auslandserfahrung.