Kompetenzen
„Allen Personalchefs möchte ich empfehlen, die Menschen, in deren Biographien Entwicklungsdienst vorkommt, anzusehen und anzuhören. Es kann eine interessante und nicht alltägliche Zusammenarbeit daraus entstehen.“ AGEH-Rückkehrerin, El Salvador |
Kein Zweifel: Der Entwicklungsdienst bedeutet einen – oft erheblichen – Zuwachs an persönlichen und beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen. Einige mögen nur in der Entwicklungszusammenarbeit relevant sein. Die Meisten sind auch für die Arbeit in Deutschland bzw. in Europa wichtig.
Die Herausforderung:
- Wie kann ich die komplexen Erfahrungen im Entwicklungsdienst anschaulich, klar und auch für EZ-Laien verständlich in wenigen Sätzen beschreiben?
- Wie kann ich die im Entwicklungsdienst erworbenen oder weiter erprobten Kompetenzen so zusammenfassen, dass deutsche / europäische Arbeitgeber sie als Pluspunkte erkennen?
Ein erster wichtiger Schritt ist, sich selbst bewusst zu machen, worin genau die eigenen Stärken bestehen. Was konkret habe ich gemacht - vor dem Auslandseinsatz und vor allem jetzt im Entwicklungsdienst? Worin genau bestehen meine Qualifikationen und Kompetenzen?
- Meine Fachkompetenz: Welche formalen Qualifikationen bringe ich mit? Habe ich Spezialkenntnisse? Bin ich über aktuelle Entwicklungen in meinem Berufsfeld informiert?
- Meine Methodenkompetenz: Wie ist mein methodisches Repertoire? Hier kann es zum Beispiel um partizipative Methoden, um Methoden der Präsentation, Moderation, Beratung oder um Management-Techniken gehen. Habe ich erste Kenntnisse – oder habe ich vertiefte Erfahrung im Umgang mit den Techniken und Methoden und kann versiert und souverän mit ihnen umgehen?
- Meine sprachliche Kompetenz: In welchen Sprachen kann ich mich verständigen oder mich auch über diffizile und sensible Themen austauschen?
- Meine soziale Kompetenz: Hier geht es um ein breites Bündel von Fähigkeiten, zum Beispiel um kommunikative oder interkulturelle Kompetenzen, um Teamfähigkeit, Kritik- und Konfliktfähigkeit und vieles mehr.
Die Liste der Kompetenzen lässt sich fortsetzen.
Oft findet man vieles, was man tut, nicht wichtig genug, um es in die Kompetenzbilanz aufzunehmen. Und besonders schwer fällt den meisten Menschen der nächste Schritt, die Darstellung nach außen – oder das Marketing in eigener Sache. Aber: woher sollen andere wissen, was in Ihnen steckt, wenn Sie es nicht mitteilen?
Tipps:
- Suchen Sie sich eine Gesprächspartnerin / einen Gesprächspartner oder eine kleine Gruppe und unterstützen sich gegenseitig bei ihren individuellen Standortbestimmungen und Kompetenzbilanzen.
- Planen Sie für diesen Prozess mehrere Treffen ein. Denn Sie werden mehr entdecken, als Sie meinen.